Mediamatiker/in EFZ: Ein junger Beruf mit Potenzial

 

Den Mediamatiker-Beruf kennen nicht viele. Zum einen, weil der Beruf jung ist; zum anderen, weil er so als Begriff selten auf Jobportalen anzutreffen ist. Dennoch sind die Fähigkeiten dieses Berufs auf dem Arbeitsmarkt gefragt: Multimedia-Kenntnisse, Wissen in Marketing und Kommunikation, Beherrschen von Grafikprogrammen wie InDesign oder Photoshop sowie Projektmanagement und Administration.

Blogartikel schreiben, Fotos bearbeiten oder Werbeideen für Kunden entwickeln: Mediamatikerinnen und Mediamatiker vereinen verschiedene Disziplinen unter einem Dach. Sie sind Kaufleute, die ein Projekt von A bis Z führen und begleiten. Sie sind aber auch Informatiker, die dem Betrieb bei Computer- oder Softwareproblemen Support bieten. Und sie sind Kreative, die fotografieren, filmen und gestalten – für Printmedien, Videoclips oder Webseiten. Seit August 2013 bildet Brüggli Medien Mediamatiker aus und hat sich bei zwei seiner Lernenden erkundigt, was sie an diesem Beruf so fasziniert.

Benjamin Laube schätzt die Vielfalt am Mediamatikerberuf.

Vielfalt und Abwechslung
Dominik Widmer, Mediamatiker im ersten Lehrjahr, gefällt die Vielfalt, die sein Beruf mit sich bringt: «Von Fotobearbeitung über das Schreiben von Texten bis hin zur Webseitengestaltung gibt es unzählige Möglichkeiten, die mir dieser Beruf bietet.» Obschon er administrative Aufgaben nicht so mag, findet er die Interdisziplinarität hilfreich und spannend. Die Abwechslung hat auch Benjamin Laube, Mediamatiker im zweiten Lehrjahr bei Brüggli Medien, überzeugt: «Der Beruf ist breit gefächert – mal schreibe und publiziere ich Texte für Social Media Kanäle, mal aktualisiere ich die betriebseigenen Webseiten oder diejenigen von Kunden.» So viel Abwechslung der Mediamatiker-Beruf mit sich bringt, so viel Anforderungen stellt er an die Lernenden – schulisch wie beruflich.

Offenheit und Wissbegier sind wichtig
Neugier, Offenheit und Lernfreude seien drei wichtige Voraussetzungen, wie Benjamin Laube und Dominik Widmer im Interview erzählen. Daneben zählen gute schulische Leistungen  in den Sprachen wie Deutsch, Englisch und Französisch sowie Mathematikkenntnisse. Aber auch Interesse an der Computerwelt, wie Benjamin Laube aufzeigt: «Da ich mehrheitlich Aufgaben an und mit PCs sowie elektronischen Geräten erledige, brauche ich ein grosses Interesse an der Informatik bzw. den Informationstechnologien.» Weil der Mediamatiker-Beruf im Betrieb eine Drehscheibenposition darstellt, sind zwei weitere Eigenschaften wichtig, wie Dominik Widmer betont: «Wir arbeiten medienübergreifend für verschiedene Bedürfnisse und Branchen. Das erfordert ein hohes Mass an vernetztem Denken und einer Portion Extrovertiertheit, weil wir mit vielen Menschen kommunizieren.»

Vernetztes Denken und Extrovertiertheit sind Dominik Widmer nicht fremd.

Ein Beruf mit Zukunftspotenzial 
Auf die Frage, wo sich die beiden Lernenden nach ihrer Lehre bei Brüggli Medien sehen, wissen sie derzeit noch keine Antwort auf Anhieb. Doch eines wissen sie jetzt schon: Ihr Beruf birgt ein grosses Potenzial für die Zukunft, weil sie «kein eintöniger Job» erwartet und sie in verschiedenen Branchen Fuss fassen können – von der Werbung über Kommunikations- und Informatikabteilungen mittlerer und grösserer Unternehmen bis hin zu Medienunternehmen.

Mehr zum Mediamatiker-Beruf finden Sie auf berufsberatung.ch  oder im Film .